Spende Geld

Laut einer Studie des Marktforschungsinstituts GfK spenden in Deutschland immer weniger Menschen für einen guten Zweck. Zeitgleich wächst jedoch die Summe der Spenden. So haben wir Deutschen im Jahr 2018 mit 5,3 Milliarden Euro den Trend der vergangenen Jahre bestätigt: Weniger Spender geben mehr Geld. Im Schnitt belief sich eine Spende auf 38 Euro. Der Dezember bleibt, aus offensichtlichen Gründen, mit Abstand der wichtigste Spendenmonat.

Nach wie vor ist die Generation der über 60-Jährigen der Studie zufolge für mehr als die Hälfte des gesamten Spendenaufkommens verantwortlich. Die größten Spendenbeträge pro Person kamen jedoch von den 40- bis 49-Jährigen. Im Durchschnitt gaben Menschen dieser Altersgruppe 326 Euro. Die kleinsten Pro-Kopf-Beträge kamen dagegen von unter 30-Jährigen mit durchschnittlich 122 Euro pro Jahr.  Junge Menschen spenden zwar seltener klassisch Geld an Organisationen, engagieren sich dafür aber anderweitig für einen guten Zweck. So geben sie Geld direkt an ein Projekt oder ins Crowdfunding. Diese Spendenarten wurden von der GfK bei der Datenerhebung nicht inkludiert.

Den höchsten Anteil am Spendenvolumen insgesamt hat mit 73,7% weiterhin die humanitäre Hilfe. Zuwächse im Spendenaufkommen verzeichnen diesmal vor allem Bereiche wie Umwelt- und Naturschutz, Tierschutz und Sport.

Die Hälfte der Spender spenden regelmäßig. Wenn man die Spender nach dem Grund der Spende fragt, dann ist die häufigste Antwort, dass die Spende regelmäßig (sprich automatisch) erfolgt. Der zweitwichtigste Grund für eine Spende ist, dass der Spendenaufruf den Spender „angesprochen“ hat. 16,8% der Spender gaben an, dass Ihnen das konkrete Projekt am Herzen läge. Nur geringer Anteil spendet aus steuerlichen Gründen.

Du willst Geld spenden, aber weißt nicht, wo deine Spende am sinnvollsten angelegt ist? Die Beantwortung dieser Frage ist recht schwierig, da es überall auf der Welt soziale und ökologische Herausforderungen gibt und eine Vielzahl an Projekten, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, zu helfen. Meine Empfehlung ist Projekte zu unterstützen, die einem persönlich nahe sind und die vielleicht sogar einen Bezug zur eigenen Biographie aufweisen. Diese Themen werden meist auch als dringlicher empfunden. Diese und sechs weitere Empfehlungen spricht ebenso das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen aus:

    1. Dem Herzen folgen
    2. Gezielt spenden (Lieber an wenige einzelne Organisationen, da dies den Verwaltungsaufwand verringert und die Seriösitätsprüfung erleichtert)
    3. Vertrauen ist unersetzlich (Spende an Organisationen und Initiativen, die du persönlich kennst und denen du deshalb vertraust. Achte auch auf Spendensiegel des DZI)
    4. Lass dich nicht unter Druck setzen (z. B. durch Spendenbriefe oder aufdringliche Werber auf der Straße)
    5. Spende informiert (Informiere dich vor dem Spenden auf der Website oder lies die Jahresberichte. Die Finanzierung der Organisationen sollte transprarent offen gelegt sein.)
    6. Geldspenden sind besser als Sachspenden (da Geld von Hilfswerken flexibler eingesetzt werden kann)
    7. Der „Königsweg“ des Spendens: die freie Spende! (Zweckgebundene Spenden sollten die Ausnahme bleiben, da sie ebenfalls den Entscheidungsspielraum der Hilfswerke einschränken)

Abschleßend möchte ich noch erwähnen, dass man auch ohne Geld zu spenden die Arbeit von Hilfsprojekten unterstützen kann – zum Beispiel durch ein Engagement als ehrenamtlicher Helfer!


Weiterführende Informationen:

Krebshilfe.de: Spendenseite der Deutschen Krebshilfe

Welthungerhilfe.de: Spendenseite der Welthungerhilfe

Wwf.de: Spendenseite der WWF Deutschland

Steuertipps.de: Spenden von der Steuer absetzen

Reset.org: Was ist Effektiver Altruismus?

Dzi.de: Die 7 wichtigsten Tipps für Spender

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